Deutschland und Frankreich wollen Europas Pharmaindustrie stärken

Warken und Rist wollen den Standort stärken und den Zugang zu einer hochwertigen und innovativen Versorgung sicherstellen.

BERLIN – Deutschland und Frankreich haben eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der pharmazeutischen Industrie in Europa unterzeichnet (hier). Gesundheitsministerin Nina Warken hat sich am Rande der Weltgesundheitsversammlung in Genf auf eine entsprechende Vereinbarung mit ihrer französischen Amtskollegin Stéphanie Rist verständigt, erklärte das Gesundheitsministerium am Dienstag.

Ziel sei die Stärkung des Standortes Deutschland sowie die langfristige Sicherung des Zugangs zu einer hochwertigen und innovativen Versorgung von Patienten. Eingerichtet worden sei eine deutsch-französische ministeriale Arbeitsgruppe für einen kontinuierlichen Austausch.

„Europa muss seine Rolle als Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln stärken“, erklärte Warken. Gemeinsam mit Frankreich wolle man „die Rahmenbedingungen für eine resiliente und zukunftsfähige Arzneimittellandschaft verbessern“.

Konkret geplant ist etwa die Beschleunigung und Harmonisierung von klinischen Studien, die Erleichterung der Einführung neuer Therapien durch eine verbindliche europäische Nutzenbewertung und stärkere institutionelle Koordinierung sowie Anreize für die Produktion in der EU und die Stärkung der Versorgungssicherheit.

Außerdem wolle man eine ausgewogene Balance zwischen Umweltregulierung und Standortinteressen sicherstellen sowie geistiges Eigentum durch ergänzende Schutzzertifikate besser schützen.

What's Your Reaction?

like

dislike

love

funny

angry

sad

wow